Audi Logo

Welche Ladesäulen für E-Autos gibt es? – Ein Überblick

Elektromobilität gewinnt zunehmend an Bedeutung und mit ihr wächst die Nachfrage nach einer zuverlässigen und vielfältigen Ladeinfrastruktur. Wenn man ein E-Auto besitzt, ist es entscheidend, die verschiedenen Typen von Ladesäulen zu kennen, um das Fahrzeug effizient und schnell aufladen zu können. In diesem Beitrag geben wir einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Ladesäulen, die zum Aufladen von Elektroautos genutzt werden können und welche Vorteile sie bieten.

Wechselstrom-Ladesäulen

Diese werden auch als Normalladesäulen bezeichnet und nutzen Wechselstrom (AC) für das Laden der Batterien. Sie sind die am häufigsten installierten Ladesäulen im öffentlichen und privaten Raum. Sie bieten Ladeleistungen von 3,7 kW bis 22 kW und sind ideal für das Laden über Nacht oder während längerer Parkzeiten.

Vorteile:

  • Weit verbreitet und leicht zugänglich.
  • Ideal für das Laden über längere Zeiträume, z. B. über Nacht.
  • Das Laden mit Normalladesäulen ist schonender für die Batterie als das Schnellladen.
  • Günstigere Installationskosten im Vergleich zu Schnellladestationen.

AC-Ladesäulen im öffentlichen Raum erfordern ein Ladekabel, welches Fahrzeugnutzer_innen mitführen sollten. Hier gilt es besonders darauf zu achten, dass aufgrund der Positionierung der Ladesäule in Relation zum Ladeanschluss ein langes Ladekabel von Vorteil sein kann.

Lade-Tipp: Diese Ladesäulen sind besonders praktisch für den alltäglichen Gebrauch und können leicht in verschiedenen Umgebungen installiert werden. Elektroautos können an diesen Stationen in der Regel innerhalb von 4 bis 8 Stunden vollständig aufgeladen werden.

Gleichstrom-Ladesäulen:

Schnellladesäulen

Das Laden mit Gleichstrom (DC) wird auch als Schnellladen bezeichnet und bietet Ladeleistungen von 50 kW bis 350 kW. Diese Art von Ladesäulen wird vor allem entlang von Autobahnen und in stark frequentierten Gebieten eingesetzt, wo ein schneller Ladevorgang entscheidend ist.

Vorteile:

  • Sehr kurze Ladezeiten, oft nur 20 bis 30 Minuten für eine Reichweite von mehreren hundert Kilometern.
  • Ideal für Zwischenstopps auf längeren Fahrten.

Lade-Tipp: Schnellladestationen werden idealerweise auf Langstrecken verwendet. Sie bieten die Möglichkeit, innerhalb kürzester Zeit eine signifikante Menge an Energie zu laden. Sie sollten jedoch nicht ständig genutzt werden, da häufiges Schnellladen die Batterie stärker belastet und ihre Lebensdauer verringern kann.

Ultra-Schnellladestationen

Eine Weiterentwicklung der Schnellladestationen sind die Ultra-Schnellladestationen – auch als High Power Charging, HPC bezeichnet –, die Ladeleistungen von 150 kW bis 350 kW bieten. Diese ermöglichen es, die Batterie eines Elektroautos in weniger als 20 Minuten auf 80 Prozent aufzuladen.

Vorteile:

  • Extrem kurze Ladezeiten.
  • Besonders geeignet für moderne Elektrofahrzeuge mit hoher Batteriekapazität

Lade-Tipp: Ultra-Schnellladestationen sind ideal, wenn Zeit ein entscheidender Faktor ist, wie bei langen Reisen oder in Situationen, in denen schnelle Ladezeiten erforderlich sind. Auch hier gilt: Diese Option sollte nicht regelmäßig verwendet werden, um die Batterie zu schonen.

Ladesäulen mit Pufferspeicher

Ladesäulen mit Pufferspeicher nutzen integrierte Batterien, um Energie zwischenzuspeichern und so unabhängig von der Netzleistung eine hohe Ladeleistung bereitzustellen. Ein Beispiel ist der Audi Charging Hub, bei dem auch bei hoher Auslastung die maximale Ladeleistung gewährleistet ist.

Vorteile:

  • Hohe Ladeleistung auch bei begrenzter Netzkapazität
  • Entlastung des Stromnetzes bei Spitzenlasten

Lade-Tipp: Ladesäulen mit Pufferspeicher sind ideal für Standorte mit eingeschränkter Netzleistung und stark frequentierten Ladepunkten.

Spezielle Ladesäulen

Bei induktiven Ladesystemen, auch als kabelloses Laden bekannt, kommt eine innovative Technologie zum Einsatz, die es ermöglicht, Elektrofahrzeuge ohne physische Verbindung zu einer Ladesäule aufzuladen. Diese Technologie befindet sich noch in der Entwicklung, wird jedoch bereits in einigen Pilotprojekten getestet.

Vorteile:

  • Kein umständliches Hantieren mit Kabeln
  • Automatischer und komfortabler Ladevorgang

Induktives Laden könnte in der Zukunft vor allem in städtischen Gebieten oder an frequentierten Orten Anwendung finden, wo Benutzerfreundlichkeit und Komfort im Vordergrund stehen.

Ladesäulen mit CCS-Stecker

CCS (Combined Charging System) ist der Standard für Schnellladen in Europa und kommt an allen entsprechenden Ladesäulen zum Einsatz. Diese Ladesäulen verfügen über fest verbaute, häufig mit Öl gekühlte Kabel, die hohe Ladeleistungen ermöglichen. Ein wichtiger Punkt beim Laden mit CCS-Steckern ist die Entriegelung des Steckers nach Ladeende. Denn es gehört sozusagen zum guten Ton unter E-Fahrer_innen, diese Option zu aktivieren, um nachfolgenden Ladenden das Laden zu ermöglichen – auch wenn man selbst noch nicht sofort nach Ladeende beim Fahrzeug ist.

Hinweis: Während es bei CCS-Ladesäulen üblich und sinnvoll ist, den Stecker automatisch entriegeln zu lassen, um nachfolgenden E-Autos das Laden zu ermöglichen, sollte diese Funktion bei Wechselstrom-Ladesäulen (AC) mit Vorsicht genutzt werden. Hier könnte ein entriegelter Stecker auch das angeschlossene Ladekabel freigeben, was Diebstahlrisiken birgt. Fahrzeughalter:innen sollten daher die entsprechenden Einstellungen in ihrem Fahrzeug prüfen und anpassen.

Audi und die Ladeinfrastruktur

Wir bei Audi wissen, dass eine zuverlässige Ladeinfrastruktur für den Erfolg der Elektromobilität entscheidend ist. Deshalb setzt das Unternehmen auf fortschrittliche Ladesysteme und kooperiert mit Anbietern von Ladeinfrastruktur, um seinen Kund_innen ein nahtloses und komfortables Ladeerlebnis zu bieten – zuhause oder unterwegs.

Ein Beispiel dafür ist IONITY: Dabei handelt es sich um ein Joint-Venture, an dem Audi beteiligt ist. Für die von IONITY angebotene Ladeinfrastruktur wird zu 100 % Ökostrom bzw. Strom aus regenerativen Quellen (Wind, Wasser etc.) verwendet.

Audi Fahrzeuge sind zudem mit den neuesten Technologien kompatibel und ermöglichen schnelles und effizientes Laden an verschiedenen Typen von Ladesäulen. Je nach Fahrzeug und Softwarestand werden freie oder verfügbare Ladesäulen im MMI bzw. der Navigationsansicht angezeigt.

Tipps & Ausblick zusammengefasst

Die Wahl der richtigen Ladesäule hängt stark von den individuellen Fahrgewohnheiten und Bedürfnissen ab. Normalladesäulen eignen sich hervorragend für den Alltag und schonen die Batterie, während Schnell- und Ultra-Schnellladestationen ideal für längere Fahrten und unterwegs sind, jedoch mit Bedacht genutzt werden sollten. Audi unterstützt diese Vielfalt und sorgt dafür, dass die progressiven Elektro-Modelle optimal mit den verschiedenen Ladesäulentypen harmonieren, um den FahrerInnen das bestmögliche Ladeerlebnis zu bieten.

Audi trägt dazu bei, diese Infrastruktur kontinuierlich zu verbessern und den Fahrern eine zukunftssichere, komfortable Lösung zu bieten. Mit dem richtigen Wissen über die verschiedenen Ladesäulen können Besitzer_innen von Audi E-Fahrzeugen ihre Ladegewohnheiten optimieren und die Vorteile der Elektromobilität voll ausschöpfen.