Mit der zunehmenden Verbreitung von Elektroautos beschäftigt viele Fahrer_innen die Frage nach der Sicherheit dieser modernen Antriebsoption. Während die Elektromobilität als zukunftsweisende Lösung für umweltbewusste Fortbewegung gilt, bleibt die Sicherheit im Vergleich zu herkömmlichen Fahrzeugen mit Verbrennermotor von Interesse. Aspekte wie die verwendeten Materialien, die Batterietechnologie und die integrierten Sicherheitssysteme spielen eine entscheidende Rolle. Im Folgenden werden die wesentlichen Faktoren für die Sicherheit von Elektrofahrzeugen dargestellt und die häufigsten Missverständnisse aufgeklärt.
Die kontinuierliche Verbesserung der Batterietechnologie spielt eine entscheidende Rolle für die Sicherheit von Elektrofahrzeugen, insbesondere im Hinblick auf den Brandschutz. Moderne Hochvoltbatterien mit Leistungen von bis zu 800 Volt bieten nicht nur ein beeindruckendes Fahrerlebnis und verbesserte Reichweiten, sondern auch technische Optimierungen, die zu mehr Sicherheit beitragen.
Ein zentrales Merkmal der Sicherheitstechnik von E-Fahrzeugen ist die ständige Überwachung der Batterietemperatur durch automatische Konditionierungssysteme. Diese Systeme sorgen dafür, dass die Batterie stets innerhalb sicherer Temperaturgrenzen betrieben wird, was das Risiko einer Überhitzung und eines möglichen Brandes deutlich reduziert. Darüber hinaus sind Elektroautos mit speziellen Sicherheitsvorkehrungen ausgestattet, um die Batterie bei einem Aufprall bestmöglich zu schützen. So trennt im Falle eines Unfalls ein pyrotechnisches Element die Batterie vom Bordnetz und deaktiviert sie automatisch, wodurch das Risiko von Kurzschlüssen und möglichen Bränden erheblich verringert wird.
Elektrofahrzeuge weisen daher kein höheres Brandrisiko auf als Fahrzeuge mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren – dies gilt auch für Plug-in-Hybride.
Auch beim Laden von Elektrofahrzeugen gewährleistet fortschrittliche Technologie ein Höchstmaß an Sicherheit. Normierte Stecker stellen vor dem Anlegen der Starkstromspannung zunächst eine Kommunikationsverbindung zwischen Fahrzeug und Ladesäule auf. Dabei wird der sichere Kontakt zwischen Stecker und Ladesäule bzw. Ladekabel geprüft. Erst wenn dieser Kontakt gewährleistet ist, fließt Strom.
Bei High-Power-Charging (HPC)-Ladesäulen ist das Klicken des Relais (= ein Schalter, der durch Strom aktiviert wird, um einen anderen Stromkreis zu steuern) oftmals hörbar, sobald der Ladevorgang beginnt. Zudem verfügen viele Ladestationen, meist im Sockelbereich, über einen Not-Aus-Schalter, der in einem Notfall den Stromfluss sofort unterbricht.
Darüber hinaus wird bei Elektrofahrzeugen während des Ladevorgangs automatisch die Feststellbremse angezogen, sodass das Fahrzeug nicht unbeabsichtigt bewegt werden kann. Die Zündung kann zwar eingeschaltet, das Fahrzeug aber nicht gestartet werden. Diese technischen Funktionen verhindern somit Fehlbedienungen und sorgen für zusätzliche Sicherheit während das Fahrzeug aufgeladen wird.
Die Integration der Batterien in der Karosserie von Elektroautos ist nicht nur für das Fahrverhalten von Bedeutung, sondern spielt auch eine zentrale Rolle beim Sicherheitsdesign. Bei modernen E-Fahrzeugen sind die Batterien im Unterboden eingebaut, wodurch der Fahrzeugschwerpunkt gesenkt wird. Diese tiefere Positionierung trägt nicht nur zu einer verbesserten Gewichtsverteilung und damit zu mehr Stabilität bei, sondern schützt die Batterie auch vor äußeren Einflüssen.
Darüber hinaus sind die Batterien in stabilen Gehäusen untergebracht, die aus widerstandsfähigen Materialien bestehen und zusätzlichen Widerstand bieten. Diese Schutzgehäuse sind so konstruiert, dass sie mechanischen Belastungen, wie sie bei Unfällen auftreten können, standhalten. Im Falle eines Aufpralls absorbieren sie die entstehende Aufprallenergie und verhindern weitestgehend kritische Beschädigungen an der Batterie.
Die Frage, wie sicher es ist, während eines Gewitters mit einem Elektroauto zu fahren beschäftigt viele Fahrzeughalter_innen – insbesondere im Fall eines Blitzeinschlags. Elektrofahrzeuge sind durch ihre Metallkarosserie, die wie ein Faradayscher Käfig wirkt, auch bei Gewitter geschützt. Darüber hinaus ziehen E-Autos Blitze nicht stärker an als Modelle mit Verbrennungsmotor. Bei einem Blitzeinschlag wird die elektrische Energie um das Fahrzeug herum sicher in den Boden abgeleitet. Das Prinzip ähnelt der Funktionsweise eines Blitzableiters – vorausgesetzt, alle Fenster, Türen und Klappen sind geschlossen.
Vorsicht ist beim Laden des Fahrzeugs während eines Gewitters geboten. Die meisten Ladestationen verfügen über Schutzvorrichtungen gegen Überspannung im Falle eines Blitzeinschlags. Auch wenn dieses Risiko sehr gering ist, empfiehlt es sich sicherheitshalber, mit dem Ladevorgang zu warten, bis sich das Gewitter gelegt hat. Eine Alternative sind überdachte Ladeplätze wie der Audi charging hub, der auch bei Gewitter sicheres und schnelles Laden ermöglicht.
Audi hält Schritt mit dem umfassenden Wandel im Mobilitätsbereich, der nicht nur die Reichweite und Effizienz von Elektromodellen steigert, sondern auch deren Sicherheit deutlich erhöht. Innovative Technologien stellen den Schutz der Fahrzeuginsassen in den Mittelpunkt. Mit der Kombination aus technologischem Fortschritt und einem klaren Bekenntnis zur Sicherheit gestaltet Audi die Zukunft der elektrischen Fortbewegung aktiv mit. Die kontinuierlichen Innovationen auf diesem Gebiet zeigen, dass Sicherheit und Fortschritt Hand in Hand gehen.